Umsetzung: Elektroautos
 


"26% der deutschen Autofahrer können sich vorstellen, in naher Zukunft ein Elektroauto zu kaufen" - stellte die ADAC Motorwelt im Oktober 2008 fest. Die grundsätzliche Akzeptanz ist also bereits recht hoch. Als Gründe gegen eine noch höhere Akzeptanz nannten die Autofahrer zu hohe Kaufpreise. Wie wir die Preise senken, lesen Sie auf dieser Seite. 29% nannten als Grund, daß die Technik noch nicht ausgereift sei. Nachfolgend zeigen wir, daß die meisten technischen Probleme längst gelöst sind und die restlichen ebenfalls kurzfristig lösbar sind.

Es geht uns nicht darum, Ihnen ein Elektroauto aufzuzwingen. Wir bieten Ihnen lediglich die Alternative, künftig sehr billig mit Elektroautos mobil zu sein. Wer will, kann im Gesamtkonzept der Strategiepartei natürlich weiterhin sein bisheriges Auto nutzen. Daß die Benzinpreise allerdings immer weiter steigen und für immer mehr Menschen unbezahlbar werden, kann in einem ölimportierenden Land wie Deutschland niemand verhindern. Auch wir nicht.

Tankstellennetz, Elektroautos, Kunden: Die Initialzündung


Wenn man Elektroautos für die breite Masse der Kunden attraktiv machen will, braucht man eine alttagstaugliche Technik, günstigen Strom, günstige Fahrzeuge und ein enges Netz aus Tankstellen/Ladestationen. Aber wer macht den Anfang?
Wenn alle Beteiligten nur abwarten, muß irgendjemand den Anfang machen - die Strategiepartei.

Massenproduktion preisgünstiger Elektroautos: Hannemann, geh Du voran!


Automobilkonzerne haben andere Prioritäten als Sie. Und als die gesamte Gesellschaft. Das liegt an den Aktionären. Priorität Nr. 1 der Aktionäre sind möglichst hohe kurzfristige Profite. Priorität Nr. 2. sind hohe mittelfristig Profite. Beides ist nur möglich, wenn sich Automobilkonzerne bei der Investition in neue Märkte und Technologien so weit zurückhalten, wie es die Konkurrenz zuläßt. Also warten alle ab, weil keiner handeln muß.

Hier paßt der Vergleich mit Grimms Märchen der 7 Schwaben. Zitat aus Wikipedia: "In diesem Märchen wird erzählt, wie sieben Schwaben mit einem Spieß gemeinsam einen Drachen erlegen wollen, der in Wirklichkeit ein Hase ist.  Die Redensart wird heute verwendet, wenn man jemand bei der Erledigung einer unangenehmen Sache vorschicken will."

"Hannemann, geh du voran!
Du hast die größten Stiefel an,
dass dich das Tier nicht beißen kann."

Machen wir auch hier einfach den Hannemann! Ziehen wir uns die größten Stiefel an!

Alltagstaugliche, kostengünstige und attraktive Elektroautos zu bauen, ist keine große Sache, wie die zahlreichen Beispiele beweisen (mehr). Die Strategiepartei beabsichtigt, mit den Überschüssen unseres neuen Steuersystems (mehr) Deutschlands wichtigste Automobilhersteller aufzukaufen:

VW Logo
Audi Logo
Bei Volkswagen und Audi genügen für die Aktienmehrheit bereits weitere 30% der Aktien (heute befinden sich bereits 20,1% der VW / Audi-Aktien in öffentlicher Hand).
Opel Logo Vom Eigentümer von Opel - der General Motors Company - befinden sich 611 Mio. Aktien in Umlauf. Der Kurs der Aktie schwankt 2009 zwischen 1 und 2 $.
Mit nur 1-2 Mrd. $ kann man also die Aktienmehrheit übernehmen, Opel mitsamt Patenten und Markenrechten herauslösen und anschließend die GM-Aktien wieder verkaufen. Selbst wenn man die GM-Aktien anschließend verschenkt,, wäre das ein exzellentes Geschäft - gemessen am Potential von Opel als Massenhersteller von Elektroautos.
Ford Logo Von Ford befinden sich 2,273 Mrd. Aktien in Umlauf. Der Kurs der Aktie schwankt 2009 um 2 $. Mit nur 1-2 Mrd. $ kann man also auch bei Ford die Aktienmehrheit übernehmen, die deutsche Ford-Tochter herauslösen und anschließen die Aktien wieder verkaufen.
BMW Logo Die Übernahme von BMW ist auch wegen der Motorradsparte interessant.
Mehr über Elektromotorräder finden Sie hier.
Mercedes Logo Daimler rundet das Portfolio ab.
Logos: Wikipedia

Damit wären 6 große Automobilhersteller Eigentum der Bundesrepublik - und damit auch Ihr Eigentum. 

Mit hohen Milliardenbeträgen treiben wir die Forschung und Großserienproduktion von Elektroautos (insbesondere die Batterietechnik) voran. Als Kontrolleur der Hersteller geben wir die Geschäftsstrategie vor. Und als Mehrheitsinhaber investieren wir die Überschüsse unseres neuen Steuersystems (mehr) auch in die Subventionierung der Preise: Elektroautos werden um ein Drittel billiger angeboten als die entsprechen- den Benzin-/Dieselmodelle, um schnellstmöglich die Akzeptanz möglichst vieler Kunden zu gewinnen.

Für eine Übergangszeit werden noch Benzinfahrzeuge angeboten, und für einen mittelfristigen Zeitraum kommen Plug-In-Hybridfahrzeuge (= an Steckdosen aufladbare Hybridfahrzeuge) in die Programme der oben genannten Hersteller.

Übergangslösung: Alltagstaugliche Plug-In-Hybridfahrzeuge


Bisherige Hybridfahrzeuge sind nicht mehr als Marketing-Gags - aber besser als nichts. Beim bekanntesten Hybridfahrzeug - dem Toyota Prius - lädt ein 57 kW / 78 PS schwacher Benzinmotor eine kleine Batterie, aus der ein 55 kW Elektromotor seine Energie bezieht. Ohne den Benzinmotor hätte die Batterie eine Reichweite von nur 2 (in Worten: zwei) Kilometern. Infolgedessen fährt ein solches Hybridfahrzeug fast ausschließlich mit Benzin. Das ist nicht der Sinn der Sache.

Chevrolet Volt
Chevrolet Volt (Bild: Wikipedia)


Volvo Hybrid inWheel
Volvo ReCharge Concept (Bild und Video: youtube)



BMW Mini E
BMW Mini E (Bild: Wikipedia)
Plug-In-Hybridfahrzeuge wie der
Chevrolet Volt oder der Volvo ReCharge Concept sind nicht nur an jeder Steckdose aufladbar, sondern fahren auch permanent mit Elektromotor. Sie nutzen einen zusätzlichem Benzinmotor nur dann als Antreib, wenn die Batterie leer ist.

Je nach Batteriekapazität liegt die Reichweite bei bis zu mehreren hundert Kilometern. Benzin wird also erst nach einigen hundert Kilometern auf Langstrecken verbraucht. Im Alltag liegt der durchschnittliche reine Elektrobetrieb bei über 90% der Fahrleistung.
Sobald die Batterietechnik Ladezeiten von 5-10 Minuten bietet, sind auch Hybridantriebe überholt.


Der Volvo ReCharge demonstriert auch die Zukunft der Elektroantriebe: Radnabenmotoren, die in der Felge eingebaut sind (siehe unten).

Mit dem Mini E (150 kW / 204 PS, 250 km/h) hat BMW auf die Schnelle ein relativ alltagstaug- liches Elektroauto auf dem Markt gebracht. "Relativ", weil BMW für die Batterien die Rückbank geopfert hat, statt wie der Volvo ReCharge Radnabenmotoren zu nutzen und die Batterien im leeren Motorraum und unter dem Kofferraum zu positionieren (an der Stelle des Tanks und der Auspuffanlage - die beide überflüssig sind). Unbegreiflich auch, daß BMW den Mini E nur in den USA und nicht in Deutschland anbietet.

Das Bemerkenswerteste am Mini ist nicht das Fahrzeug, sondern die Ladeeinheit in der Garage. Die "Wallbox" ermöglicht eine volle Aufladung in nur 2 1/2 Stunden (wie sehr die Ladezeiten von der Qualität der Ladegeräte abhängen, erläutert auch Todd Kollin auf youtube).
Bemerkenswert am Mini E ist zudem die Umwandlung negativer Bremsenergie in positive Antriebsenergie (Rekuperationsbremse).

Radnabenmotoren


Radnabenmotor
Bild und Video: Siemens / youtube 
Radnabenmotoren bieten zusätzlich nutzbaren Raum in Fahrzeugen, weil die Elektromotoren in die Räder eingebaut sind. Das Rad selbst ist also gleichzeitig Motor.

Wie alle Elektromotoren benötigen auch sie kein Getriebe, keine Kupplung, keinen Tank, keinen Kühler und keine Auspuffanlage.

Der Platz im Motorraum ist frei für Benzin- / Dieselmotoren (sofern man noch einen Verbrennungsmotor braucht, siehe oben bei Plug-In-Hybrid Fahrzeugen) und/oder für Batterien.

Radnabenmotoren bedeuten einen Allradantrieb, bei dem die Kraft der 4 Räder vom Bordcomputer optimal gesteuert werden kann.

Siehe auch Video über den Volvo ReCharge.

Alltagstaugliche Batterien und billiger Strom


Durch folgende Maßnahmen senkt die Strategiepartei die Kosten für alle Fahrzeuge, die mit Strom fahren:
  1. Der Strom dafür wird in Deutschland ausschließlich durch kostengünstige regenerative Energien erzeugt, und zwar hauptsächlich durch Geothermie und Windkraft. (mehr)
  2. Eine vollständige Produktionskette (von der Energieerzeugung über die Technik bis zu den Ladestationen) befindet sich im staatlichen Eigentum und arbeitet ohne Profite.
  3. Es steht den Energie- und Mineralölkonzernen frei, ebenfalls eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge anzubieten. Dabei ist dieser Geschäftszweig auch für sie steuerfrei.
  4. Wir subventionieren - sofern es nötig sein sollte - den Strom auf ein konkurrenzlos niedriges Niveau (unter 15 Cent pro Kilowattstunde). Wo das Geld dafür bereit steht, lesen Sie hier. Wahrscheinlich sind solche Subventionen nicht einmal notwendig. Z.B. Windenergie kostet heute 6 ct/kWh, Strom aus Photovoltaikmodulen liegt ab 2011/2012 bei rd. 21 ct/kWh (mehr).

Lithium-Ionen Batterie
Bild: Wikipedia
Der große Knackpunkt sind die Batterien. Heutige Elektroautos nutzen - wie Sie hier sehen - Batterien mit einer Reichweite von über 300 km und einer Lebensdauer von weit über 100.000 km.
Eine Steigerung der Batteriekapazität / Reichweite durch zusätzliche Batterien ist lediglich eine Frage des Geldbeutels.

Besonders wichtig für die Akzeptanz der Autofahrer sind die Ladezeiten. Es ist kein Problem, wenn man seine Lithium-Ionen- Batterie (siehe Bild links) nachts 3-4 Stunden laden läßt und am nächsten Tag weniger fährt, als die Batteriekapazität zuläßt..

Aber was, wenn man Langstrecken fahren will? Fast niemand ist bereit, an einer Autobahn-Stromtankstelle 3 Stunden zu warten, bis die herkömmliche Lithium-Ionen-Batterie aufgeladen ist.

Der technische Fortschritt löst das Problem: Die Materialforscher um Byoungwoo Kang und Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) stellten im März 2009 Lithium-Ionen-Batterien mit Ladezeiten von 5 Minuten vor. Ihr Trick liegt darin, durch einen Lithium-Phosphat-Überzug den Stau der Lithiumionen in den bisher viel zu groben Strukturen der Batterien zu beschleunigen.

Energieexperte Ulf Bossel vom Europäischen Brennstoffzellenforum schreibt in seinem "Report D 06" unter Punkt 8: "Mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattete Elektrofahrzeuge fahren bereits bei ca. 1,2 l / 100 km Benzinäquivalent mit einer Batterieladung 250 km weit und sind bei einem leistungsstarken Anschluss in wenigen Minuten aufgeladen."

Aus der Praxis berichtet Todd Kollin auf youtube, daß die Ladezeit seines selbst gebauten Elektromotorrads zwischen 10 Minuten (2.000 $ - Ladegerät) und 12 Stunden (20 $ - Ladegerät) dauert.

Nun gibt es 2 Arten von Autofahrern:
  1. Diejenigen, die extrem billig fahren wollen und bereit sind, bei Autobahnfahrten alle 300 km eine 5-minütige Erholungspause einzulegen, während ihr Auto an einer Ladestation geladen wird.
  2. Diejenigen, bei denen Geld keine Rolle spielt und die nicht bereit sind, alle 300 km 5 Minuten Pause zu machen.
Eine Lösung für Langstreckenfahrten ist für die erste Gruppe erfreulich, für die zweite Gruppe unverzichtbar. Lösungen könnten z.B. sein:
  1. Unterschiedliche Batteriegrößen. Je mehr Batterieblöcke man einbaut bzw. je höher die Ampère- Stundenzahl ist, desto weiter steigt die Reichweite.
  2. In einem Batterie-Pfandsystem können Sie die Batterie Ihres Elektroautos je nach Bedarf gegen Batterien mit höherer/niedrigerer Kapazität tauschen. (mehr)
  3. Zweitwagen - ein Elektroauto für Kurz- und Mittelstrecken plus ein konventionelles Auto, das immer teureres Benzin/Diesel benötigt.
  4. Plug-In-Hybridfahrzeuge, die neben einem Elektromotor auch einen Verbrennungsmotor besitzen.
  5. Reichweitenverlängerung mit einem "Range Extender", also einem benzinbetriebenen Generator, der die Batterie während der Fahrt nachlädt (mehr)
  6. Wasserstofffahrzeuge (warum dies auf absehbare Zeit unrealistisch ist, lesen Sie hier)
  7. Zusätzliche Brennstoffzellen, die unterwegs mit Wasserstoff betankt werden (Problem wie bei 6.).

13,4 Mio. Stromtankstellen und Tanken für 0-3 € auf 100 km


13,4 Millionen 1- und 2-Familienhäuser bedeuten: 13,4 Mio. Stromtankstellen bzw. Steckdosen für Elektroautos sind in Deutschland bereits vorhanden. Wenn man Zweitwagen und weitere Garagen mit Stromanschluß einrechnet, könnte schon heute mindestens die Hälfte aller Autofahrer sofort auf Elektroautos umsteigen und sie zu Hause laden. Im Idealfall kostenlos mit Solarenergie. (mehr)


Ladestation Islington
Chris Rutherford
Bilder: Dirk Weyhenmeyer
Autofahrer benötigen nicht nur zu Hause, sondern flächendeckend die Möglichkeit, die Batterien zu laden.

Auf dem Bild links sehen sie Ladestationen, wie sie in Islington bei London bereits eingesetzt werden.

In Israel plant das "Project Better Place" die kurzfristige Installation von 500.000 solcher Ladestationen. (mehr)

Auf dem Bild links demonstriert Chris Rutherford, Flottenmanager bei Islingtons "green fleet", daß das Aufladen so einfach wie eine Parkuhr funktioniert:
Stecker einstecken, gewünschte Lademenge eingeben, EC-Karte einschieben - und nur die Kosten für die tatsächlich entnommene Strom- menge wird vom Konto abgebucht.

Durch ihr Energiekonzept erreicht die Strategiepartei sehr preisgünstigen Strom.
(mehr)
Daher entspricht der Strompreis der Ladestationen (15 Cent/kWh) maximal einem Drittel der Spritkosten der günstigsten Benzin-/ Dieselfahrzeuge. Also 2-3 € auf 100 km.

Die Strategiepartei kann binnen 10 Jahren ein Netz von 20 Mio. öffentlichen Ladestationen aufbauen. An Autobahnparkplätzen, an Raststätten, an öffentlichen Parkplätzen, in Parkhäusern, in Gewerbe- und Wohngebieten - überall, wo Autos parken.

Bei kostenpflichtigen Parkplätzen entfallen die Parkgebühren für Elektrofahrzeuge, so lange sie geladen werden. Wer also z.B. 3 Stunden lädt, spart 3 Stunden Parkgebühren.

Expansion - Fahrzeugtypen und Regionen


Als Nächstes ziehen wir ein Netz von Ladestationen (und bei Bedarf ein Batterie-Pfandsystem) im europäischen Ausland auf, so daß wir auch dort für Urlauber flächendeckende Batterielademöglichkeiten bieten können - und den dortigen Autofahrern den Umstieg ermöglichen (wobei die o.g. deutschen Automobilhersteller für die ersten Jahre die einzigen sind, die massenhaft kostengünstige Elektroautos anbieten können...).

Und schließlich werden wir in andere Fahrzeugtypen expandieren. Lkws, Motorräder, Landmaschinen - kurz: alles, was heute noch Öl oder Gas verbrennt, werden wir durch höchst sparsame und extrem umweltfreund- liche Elektromotoren ersetzen.

Profite


Finanzielle Profite sind absolut nachrangig und interessieren uns allenfalls als Mittel zum Zweck, um unsere Ziele für das gemeinwohl umzusetzen.

Der Profit unseres Konzepts liegt
und nicht zuletzt darin, auch allen anderen Nationen ein Modell zu demonstrieren, mit dem auch sie diese Ziele erreichen können.

Ihre Ideen sind gefragt!


Haben Sie weitere Ideen? Bitte mailen Sie sie uns an die Mailadresse, die Sie im Impressum finden.