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Wie die Preissteigerungen Ihre Rente auffressen
"Die Renten steigen", melden unkritische Medien. "Teilhabe auch der Rentnerinnen und Rentner am Aufschwung" jubelt das Bundesministerium für Altersarmut und Sozialabbau (BMAS).
Sieht man genauer hin, ist das Gegenteil der Fall. Eine Rentensteigerung, die unter der Preissteigerung liegt, ist tatsächlich eine Rentenkürzung.
Die Renten 2003 - 2008: Kürzung um 8,6%
Von 2003 bis 2008 stiegen die Preise um 11,6%. Um allein die gestiegenen Preise auszugleichen, hätten die Renten ebenfalls um 11,6% steigen müssen - auf durchschnittlich 1019 €. Die Renten stiegen jedoch nur um jährlich 0,33% bzw. insgesamt 1,65% von durchschnittlich 913 € (2003) auf 932 € (2008). Die Renten wurden also in 5 Jahren um durchschnittlich 87 € oder 8,56% gekürzt.
Tatsächlich steigen die Preise für Rentner sogar noch stärker als für Durchschnittsbürger, da das Statistische Bundesamt die "allgemeine Preissteigerung" anders berechnet als die tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Rentner. So sanken z.B. die Preise für Computer - die von Rentnern selten gekauft werden. Andererseits stiegen die Preise für Heizung und Lebensmittel - also die größten Ausgabenpositionen im "Warenkorb" der Rentner - deutlich stärker als die "allgemeine Preissteigerung". Folglich sind die tatsächlichen Preissteigerungen und der damit verbundene Kaufkraftverlust für Rentner deutlich höher als es die offiziellen Daten in den nachfolgenden Grafiken zeigen.
So fraßen die Preissteigerungen allein in den letzten 5 Jahren die Rente auf:

Die Renten 2003 bis 2012: Kürzung um ca 17-18%
Und die Renten werden immer weiter gekürzt.
Das BMAS schreibt: "Nach heutigen Modellrechnungen könnten die Renten 2009 um rund zwei Prozent steigen." Zwischen den Zeilen steht:
- 2009 ist ein Wahljahr. Da riskiert keine Regierungspartei, 20 Mio. Wähler zu verärgern.
- "Heutige" Modellrechnungen können morgen schon wieder ganz anders aussehen.
- "Modellrechnungen" beziehen sich auf ein fiktives Modell (siehe Eckrentner) - nicht auf die Realität.
- "Könnte" ist nicht einmal ein Wahlversprechen, das man brechen müßte. Mit einem "könnte" kann man an der Supermarktkasse nichts bezahlen.
- sinkende Löhne/Beitragszahlungen
- die steigende Zahl der Rentner bei sinkenden Geburtenraten
- sinkende Steuereinnahmen, die für die Finanzierung des Bundeszuschusses erforderlich sind.
Hauptfaktoren für künftige Preissteigerungen sind Energie, Rohstoffe und Lebensmitteln. Deren Bedarf wird in Ländern wie China und Indien weiter steigen. Zusätzlich verteuert "Biosprit" die Lebensmittel immer stärker. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß die Preise in Zukunft mindestens in gleichen Maße steigen wie in der Gegenwart, also um rd. 3%.
Die Entwicklung der letzten Jahre (siehe obige Grafik) wird ihren Trend also fortsetzen:

Die Rentenkürzungen der Zukunft: Massen-Altersarmut
Bei der heutigen Preissteigerung halbiert sich der Wert des Geldes rd. alle 25 Jahre. Von Ihrer Rente werden Sie sich immer weniger kaufen können.
In der nachfolgenden Grafik sehen Sie anhand der gelben Linie, wie die Preissteigerungen die Rentner unter die Armutsgrenze treiben:

Sind Sie an einer Alternative interssiert? Dann klicken Sie bitte hier.