Bildung
 


Die Strategiepartei ist die einzige Partei, die das bestmögliche Bildungssystem finanzieren und umsetzen kann:

  1. Geld allein löst keine Probleme, aber das Bildungssystem braucht selbstverständlich mehr Geld. Wir investieren mindestens 100 Mrd. € jährlich zusätzlich in Bildung. (Finanzierung: siehe hier)
  2. Die Bildungskompetenz geht von den Bundesländern auf den Bund über. Das zunehmend inkompatible Bildungssystem wird bundeseinheitlich.
  3. Jedes Kind ist ab dem 3. Lebensjahr kindergartenpflichtig, zumindest für 4 Stunden täglich. Bei unzureichenden Deutsch-Kenntnissen ist die Qualität und Quantität der Betreuung so weit zu steigern, daß alle Kinder beim Eintritt in die Schule faire Bildungs- und Lebenschancen besitzen.
  4. Alle Schulen setzen einen bundesweit einheitlichen Lehrplan des Bundesbildungsministeriums um. Dieser einheitliche Lehrplan umfaßt 50% der Unterrichtszeit und muß die bundesweite Kompatibilität von Schulen gewährleisten, so daß jeder Schüler jederzeit problemlos auf jede andere beliebige Schule in Deutschland wechseln kann. Der restliche Lehrplan ist durch jede Schule (Schulleitung/Lehrerkollegium) frei gestaltbar, sofern die Inhalte nicht geltendem Recht widersprechen.
  5. Die Lehrerausbildung wird konsequent an der Praxis ausgerichtet.
  6. Hochschullehrern sind jegliche Nebentätigkeiten, die Qualität und Quantität der Lehre verringern, untersagt.
  7. Bildungsexperten, Schüler, Studenten und Eltern bewerten differenziert die Qualität der Bildung jeder Schule und Hochschule.
  8. Die Lehrpläne und sonstigen Qualitätsmerkmale sämtlicher Schulen und Hochschulen werden als Entscheidungsgrundlage (für potentielle Schüler/Studenten) veröffentlicht (z.B. im Internet).
  9. Jeweils gleich viele Vertreter von Eltern und Lehrern wählen alle 4 Jahre die Schulleiter. Die Schulleiter können wie Geschäftsführer eines Privatunternehmens das Lehrpersonal frei aussuchen und entscheiden über den freien Teil des Lehrplans (siehe oben, Punkt 4.).
  10. Studenten wählen alle 4 Jahre die Hochschulrektoren.
  11. Lehrer/Dozenten können sich an jeder Schule/Hochschule in Deutschland bewerben. Die planwirtschaftliche Stellenbesetzung wird abgeschafft.
  12. Je schwieriger Lehrerstellen zu besetzen sind, (Region, Umfeld, etc.), desto höher ist der Gehaltsspielraum, den die Schulleiter nutzen können.
  13. Bei den Lerninhalten von Kindergärten und Schulen stehen Persönlichkeitsentwicklung, Mündigkeit, Allgemeinbildung, individuelle Förderung, Spaß am Leben, Sozialverhalten, Toleranz, etc. sowie wirklich wichtige Themen (z.B. Kindererziehung, berufliche Entscheidungsfindung, Demokratieverständnis) im Vordergrund. Die Vermittlung beruflich möglichst brauchbarer Inhalte ist Aufgabe der Hoch- und Berufsschulen.
  14. Jede Unterrichtsstunde wird von 2 Pädagogen in kleinen Schulklassen durchgeführt. So lange nicht genügend qualifizierte Pädagogen am Arbeitsmarkt verfügbar sind, kann einer der beiden ein Quereinsteiger/Praktikant sein.
  15. Sämtliche Schüler erhalten 13 Schuljahre. Es ist nicht länger hinnehmbar, diejenigen Schüler, die auf geringstem Niveau lernen, bereits nach 10 Jahren zu entlassen.
  16. In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft stärker als in jedem anderen Land über Bildungschancen. In keinem anderen Land der Welt werden 10-jährige Schulkinder dermaßen ungerecht und früh ausgesiebt und fallengelassen. Der internationale Vergleich der Bildungserfolge (PISA-Studie) hat bewiesen, daß die integrierte Gesamtschule (siehe „integrierte Gesamtschule“ unter http://de.wikipedia.org) die Schulform mit der mit Abstand höchsten Chancengleichheit ist, die gleichzeitig schwächeren Schülern Chancen gibt, ohne die guten Schüler herunterzuziehen. Vorurteile gegenüber der bisherigen integrierten Gesamtschule basieren auf einer selbsterfüllenden Prophezeiung, da die leistungsstärksten Schüler fast immer Gymnasien besuchen und die heutige Gesamtschule durch zu wenige leistungsstarke Schüler mit Gymnasien strukturell überhaupt nicht vergleichbar ist. Vorbild der namhaftesten Bildungsexperten ist das Schulsystem der PISA-Siegernation Finnland. Als Region siegte Südtirol, was die Bildungsexperten durch einen enorm hohen Aufwand des Schulsystems erklärten, Benachteiligte zu integrieren und zu fördern.
  17. Innerhalb der Ganztags-Gesamtschulen wird jedes Fach auf 3 Levels angeboten: Förderkurs, Grundkurs und gehobener Kurs (entsprechen Hauptschul- Realschul- und Gymnasialniveau). Schüler besuchen in jedem Fach das Kursniveau, mit dem sie am besten zurechtkommen, und können bei Bedarf halbjährlich in einen höheren oder niedrigeren Kurs wechseln. Jeder Schüler lernt also in leistungshomogenen Gruppen (siehe „äußere Differenzierung“ unter http://de.wikipedia.org). Ab der 11. Klasse kommen Leistungskurse hinzu.
  18. Neben den integrierten Gesamtschulen bleiben Sonderschulen bestehen.
  19. Der Wert von Zeugnissen liegt heute vor allem in ihrer Funktion als Eintrittskarten in Bewerbungsprozesse um Ausbildungen, Studiengänge und Berufe. Nur objektive und vergleichbare Noten haben eine Existenzberechtigung. Noten sind bisher jedoch erwiesenermaßen nicht nur willkürlich und subjektiv, sondern meist auch kaum begründet. Künftig sollen begründete Noten lediglich als Feedback dienen. Arbeitgeber dürfen von Bewerbern grundsätzlich keine Zeugnisse mehr verlangen. Ausnahme sind Zulassungen für Berufe wie z. B. Ärzte, Anwälte, Lehrer, Krankenpfleger, etc.). Bei allen unkritischen Berufen erhält jeder Bewerber sein Leben lang bei jedem neuen Arbeitgeber eine neue Chance, seine Eignung zu beweisen.
  20. Elitenselektion ist eine Phantasie der Sozialdarwinisten, die wir strikt ablehnen. Wer Eliten privilegiert, diskriminiert den Rest. Eliten bilden sich von selbst nach den Bildungsgängen.
  21. Studiengebühren lehnen wir ab. Bildung muß lebenslang kostenlos verfügbar sein.
  22. Jeder Bürger hat sein Leben lang Zugang zu allen Universitäten, Fachhochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Zeugnisvoraussetzungen bzw. den Numerus Clausus darf es nicht mehr geben. Stattdessen sollen neutrale Eignungstests die tatsächliche Eignung feststellen.
  23. Studenten suchen sich die Universitäten, Fachhochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen aus (deren Eignungstest sie bestanden haben), nicht umgekehrt.
  24. Eignungstests dürfen nicht übertrieben schwer sein, um die Studentenzahlen niedrig zu halten. Allein die tatsächliche Eignung zählt. Gibt es in einzelnen Fächern bzw. an einzelnen Standorten zu viele Bewerber, werden die Kapazitäten möglichst kurzfristig erhöht.
  25. Für Menschen über 30 ist im heutigen Bildungssystem der Zugang zu den werthaltigsten Bildungsgängen verwehrt - trotz der allgemein anerkannten Notwendigkeit des lebenslangen Lernens und trotz der steigenden Anforderungen der Arbeitgeber. Wir bieten ein werthaltiges Weiterbildungssystem, das sämtliche Menschen ebenfalls lebenslang kostenlos nutzen können – bei gleichzeitiger Finanzierung des Lebensunterhalts durch „abwesende Arbeitsplätze“ (siehe 1.10.).
  26. Wir vergeben zahlreiche Stipendien an Studenten und Auszubildende aus Entwicklungsländern, und zwar in Fächern/Ausbildungsgängen, deren Inhalte sie für ihre Gesellschaft nutzbringend in ihren Heimatländern umsetzen können.

Da es nicht mehr um den Erwerb von Zeugnissen und Diplomen geht, werden die Bildungseinrichtungen (von der Schule über Ausbildungsbetriebe bis zu Hochschulen) erstmalig zu einem Wettbewerb um die Vermittlung wirklich praxis- und berufstauglicher Fähigkeiten motiviert.

Schulen/Hochschulen, deren Qualität nicht den Zielen der Schüler/Studenten entsprechen, verlieren die „Abstimmung mit den Füßen“, was einen Austausch der Rektoren zur Folge hat.
Unattraktive Ausbildungsbetriebe verlieren den Wettbewerb um Auszubildende (wie wichtig Auszubildende für Unternehmen sind: siehe Punkt 1.10. unseres Programms).

Sie und Ihre Kinder werden also nicht länger zum bloßen Funktionsträger ausgebildet, sondern suchen sich das beste Bildungsangebot aus – kostenfrei, in jeder beliebigen Phase Ihres Lebens. Wollen Sie mit 50 oder 60 Jahren beruflich noch einmal ganz neu anfangen und studieren? Wollen Sie, daß Ihre Kinder frei von beruflichen Sorgen leben? Die Strategiepartei ermöglicht es.